Abschied in den Kindergarten

Heute war es nun wieder soweit. Die gemeinsamen 3 Urlaubswochen sind zu Ende und für unsere Kleinste ging es wieder in den Kindergarten. Wie für manche andere Familien mit Kindern bedeutet dies auch für unser Kind wieder eine Veränderung, mit der sie sich oft schwertut.

Wichtig ist auch hier wieder für uns, mein Kind zu begleiten und zu verstehen. Denn einmal bedeutet dies Trennung von all ihren Bezugspersonen und zusätzlich wieder viele neue Gesichter und Eindrücke, andere Gerüche, lärmende Kinder und wenig Rückzugsmöglichkeiten sowie eine lange Zeit von zu Hause weg sein. Trennung ist für unsere Tochter einfach sehr schmerzhaft und sie braucht ihre ganz eigene Zeit um wieder anzukommen. Hierbei unterstützen wir sie geduldig und liebevoll.

Mit der Zeit hat sie auch schon selbst kleine Strategien entwickelt, um sich den Übergang leichter zu machen. So wollte sie heute Morgen unbedingt eine Armbanduhr mitnehmen, damit sie auch weiß wann ich sie wieder abhole. (Natürlich kann sie mit 3 Jahren keine Uhr lesen, aber es gibt ihr ein Gefühl der Sicherheit und in Verbindung mit mir zu bleiben.)

Wir haben das Glück, eine ganz tolle Einrichtung gefunden zu haben, wo die Zusammenarbeit zwischen uns Eltern und Kita gut klappt und eine gemeinsames miteinander entstehen konnte. Auch haben wir ein gutes Gefühl, wenn wir sie bei ihren Erzieherinnen abgeben. Dies ist ein wichtiger Punkt, damit ein Kind überhaupt Sicherheit erlangen kann.

Ich habe mir heute Morgen extra Zeit genommen, damit ich ihr den Übergang erleichtern konnte. Es waren wenige Kinder da und ihre Erzieherin kam auf uns zu und nahm unsere Tochter einfühlsam entgegen. Und so kam es, dass sie diesmal gar keine Tränen verlor. Was mich doch etwas überraschte, aber natürlich auch freute. Sie ist erst einmal angekommen.

Klar kann es immer wieder Phasen geben, wo der Abschied besonders schwerfällt und auch ein paar Tränen kullern werden, da sie traurig ist. Dies ist nicht schlimm. Ich lasse die Tränen bei meinen Kindern immer zu, denn kein Kind sollte gezwungen werden, sich zusammenzureißen! Im Gegenteil: Weinen ist eine gute Methode mit seiner Traurigkeit klarzukommen. Auch wir Eltern dürfen traurig sein und dies zeigen. Dann sage ich ihr dies auch und lege den Focus auf unser Wiedersehen.

Das ein Kind Schwierigkeiten beim Abschied haben kann, ist absolut normal und wahrscheinlich auch auf Dauer nicht immer zu vermeiden. Zu erwarten, dass es sich immer freudig von uns löst, ist einfach zu viel verlangt. Hier sind die engsten Bezugspersonen gefragt um herauszufinden, was hinter der jeweiligen Situation dahintersteckt. Dabei hilft es natürlich viel über die verschiedenen Bindungsdynamiken und Entwicklungsschritte zu wissen.

Wer noch mehr über Fremdbetreuung: Kita/ Eingewöhnung / Abschied / Trennung erfahren möchte, kann dies bald in meinem ersten Kinder- Besser -Verstehen -Kurs. Termine folgen in Kürze.

Eure Claudia


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