Sommerbaby – was sollte ich jetzt beachten?

Draußen ist es heiß. die Sonne brennt und du hast dein Baby im Arm und fragst dich, was sollte ich jetzt beachten?

Auch bei Hitze sollte dein Baby, wenn es noch keine feste Nahrung bekommt, seinen zusätztlichen
Flüssigkeitsbedarf über Muttermilch oder über die Fläschchennahrung bekommen. Denn eine extra Zugabe von Wasser kann den empfindlichen Natriumhaushalt des kleinen Körpers stören und zu einer so genannten
Wasservergiftung bzw. Wasserintoxikation führen und dadurch sogar zu Krampfanfällen (Quelle: BVKJ ). Keine Angst, deine Muttermilch passt sich den Bedürfnissen deines Kindes an. Allerdings wird dein Kind nun häufiger kurz trinken wollen. Es hat aber nicht etwa mehr Hunger, sondern einfach Durst.
Bei Babys, die noch ausschließlich die Flasche bekommen, ist es auch hier sinnvoll, dem Baby ihre Milchversorgung selbst regeln zu lassen. Das heißt, dass sie wirklich immer etwas zu trinken bekommen, wenn sie danach verlangen. Auch hier kann man eine Mini-Milchmahlzeit einschieben. Nach der Beikosteinführung ist die zusätzliche Gabe von Wasser auf jeden Fall sinnvoll. Der Durchschnittswert bei Kindern im ersten Lebensjahr laut DGE liegt bei ca. 400 ml. Man sollte seinem Kind vertrauen, dass es instinktiv weiß, wie viel Wasser ihm gut tut. Denn normalerweise funktioniert die Selbstregulierung in Bezug auf Nahrung und Flüssigkeit sehr gut.

Was Babys viel weniger gut regulieren können, ist Ihre Wärmeregulation. Babys haben oft noch große Schwierigkeiten. Wir Erwachsene reagieren auf solche und andere Wärmezufuhr mit Schwitzen – und der Schweiß auf der Haut kühlt.
Bei Babys funktioniert dieser Kühlmechanismus bei weitem noch nicht so gut , weil ihre Schweißdrüsen erst
schwach entwickelt sind. Dazu kommt auch noch die isolierende Fettschicht, die ihnen die Natur für den
„Kälteschock“ der Geburt mit auf den Weg ins Leben gegeben hat. Beides kann eine Situation für das Baby schnell unerträglich machen, in der es zu großer Wärme ausgesetzt ist. Wenn du mit deinem Baby draußen in der Sommerhitze spazieren gehst, reicht ein Body. Solltest du dann in kühlere Räume kommen, ist es ratsam dein Baby mit einer Baumwollwindel zuzudecken, damit es die Wärme halten kann. Sollte es beim Spaziergang winden, kann man auch mit so einer Baumwollwindel das Köpfchen bedecken oder über den Kinderwagen hängen (achtet dabei auf die Luftzirkulation). Besser geeignet für den Kinderwagen sind Sonnensegel oder Sonnenschirme. Diese geben Schatten und ermöglichen dennoch eine Luftzirkulation und Frischluftzufuhr. Weiterhin eignet sich als Sonnenschutz fürs Baby luftdurchlässige, langärmlige und trockene Kleidung sowie die Vermeidung direkter Sonne.
Denn in der prallen Sonne hat ein Baby nichts zu suchen!
Trotzdem kann es möglicherweise sein, dass man ungeschützte Haut zusätzlich schützen muss.

Zum Beispiel in der Nähe von großen Gewässern oder Schneeflächen (Reflektion) oder in großen Höhen. Bei Sonnenschutzcreme ist zu beachten, dass sich der Sonnenschutzfilter als Schadstoff im Körper ablagert. Deshalb: So wenig wie möglich, aber so viel wie nötig! Am besten eignen sich Sonnenschutzmittel mit physikalischem Sonnenschutzfaktor- eure Apotheke ist euch bei der Suche bestimmt gern behilflich.
Wichtig für ein Baby ist ein Sommerhut. Er schützt die Augen, spendet Schatten und schützt zusätzlich etwas vor Sonnenbrand. Schön finde ich die Hüte, die im Nacken etwas länger und breiter sind.
Wenn es tagsüber sehr heiß war, ist ein kurzes Bad am Abend für dein Baby sehr angenehm. Am besten mit
klarem Wasser , was ich empfehlen würde, dann kann es auch jeden Tag genossen werden.

Zum Schlafen reicht im Sommer ein kurzärmeliger Baumwollbody und ein dünner Schlafsack. Bitte achtet darauf, dass euer Baby keine Zugluft abbekommt.


Und nun genießt zusammen als Familie den Sommer 🙂

Eure Claudia


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